Tag 1
In diesem Jahr sollte es nun die „Einmal rund um Deutschland“ Tour sein. Ich habe zur Planung die Software „Kurviger.de“ und die gleiche App auch zur Navigation genutzt. Der wichtigste Punkt bei der Planung war das keine BAB und auch möglichst keine Bundesstraßen genutzt werden dürfen. Leider ließ sich dieses nicht immer vermeiden aber die Bundesstraßen Kilometer hielten sich dann doch in Grenzen. Treffpunkt war die Aral Tankstelle in Heidenheim. 7 Uhr pünktlich (wie immer :-)), kurze Begrüßung, noch einen Kaffee und dann ging es auch schon los. Heute war kein großartiger Tag zu fotografieren (zu wenig Zeit) daher nur die Strecke und das Hotel, in welchem wir übernachtet hatten.
Tag 2
Heute ging es gegen 9 Uhr los. In den Hotels sind die Frühstückszeiten nicht Motorradfahrer gerecht. Beginn erst ab 08:00 Uhr. Dafür wurden wir aber nicht echt traumhaften Straßen und Landschaften auf der tschechischen Seite belohnt. Tolle Landschaften, kaum Verkehr, kleine Enge griffige Wege. Was will man mehr? Ach ja: Sonne. Die ganze Tour über hatten wir super sonniges Wetter was manchmal auch etwas zu warm war.
Tag 3
Heute war ein Tag, an dem ich eine besondere Gegend in Deutschland ansehen wollte. Der Oderbruch. Es gibt in der ARD eine Serie die „Der Oderbruch“ heißt. Eine düstere Vampirgeschichte. Toll gemacht. Was mich aber total fasziniert hatte, waren die Landschaftsbilder und die angedeutete Geschichte des Oderbruchs. Hier fand die letzte große Schlacht im Zweiten Weltkrieg statt. Vom 16. April bis 20. April 1945 standen hier 1 Million Russische Soldaten ca. 120.000 deutschen Soldaten gegenüber. Die russische Armee verschoss alleine am ersten Tag 98.000 Tonnen Granaten. Zu dieser Schlacht gibt es eine Gedenkstätte in der Nähe von Seelow. Leider fehlte uns die Zeit in das Hinterland (also der Grenzbereich zu Polen) zu durchfahren. Das werde ich auf jeden Fall nochmals explizit machen.
Nach diesem ungeheuerlichen Eindruck fuhren wir dann weiter Richtung Norden. Tagesziel war die Insel Rügen.
Tag 4
Der Hinweg auf die Insel Rügen war nicht gerade sehenswert. Die B96 führt zwar über eine beeindruckende Brücke aber danach die Bundesstraße ist einfach nur langweilig und öde.
Heute sind, wird aber über die alte L296 gefahren. Das ist die Parallel verlaufende Straße zu B96. Dort fahren meist nur die langsamen Fahrzeuge aber sie hat bedeutend mehr Charme als dieses neue Bauwerk. Vor allem kann man dort anhalten und sich die beachtliche Skyline von Stralsund ansehen. Wie man auf unserer Tour sehen kann, haben wir uns anfangs immer nahe an der Küste aufgehalten. Kurz vor Zingst dann noch ein kleines weiteres Highlight, die Meiningenbrücke. Diese Drehbrücke verbindet das Festland und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Diese Brücke wird 4-mal am Tag geschwenkt um dem Sportbootverkehr die Passage zwischen Zingster Strom und Bodstedter Bodden zu ermöglichen. Weiter ging es dann nach Rostock. Hier war die erste Fährüberfahrt.. Für 4 Euro gab es dann auch noch eine echt tolle Aussicht auf 2 echt große Vergnügungsdampfer.
Tag 5
Vom Bad Bramstedt nach Nenndorf (Niedersachen). Endlich geht es nach Ostfriesland. Erst aber einmal müssen wir noch eine wenig durch Schleswig-Holstein und Hamburg fahren. Ruckzuck waren wir in Glückstadt und das Warten auf die Fähre war recht kurzweilig. Schnell übergesetzt (ohne Kotzen) und auf der anderen Seite waren die Ortsnamen dann so wie man es gewohnt ist. Namen wie: Moorausmoor, Geestenseeth oder Bramstedtermoor lagen nun wieder links und rechts der Straße. Die erste Etappe war Varel. Hier war ich 4 Jahre lang bei der Bundeswehr. Hab aber nichts wiedererkannt.Die Stadt hat sich absolut verändert und ist nicht mehr dieses kleine beschauliche Städtchen wie damals. Dann ging es weiter nach Wilhelmshaven. Da habe ich die meiste meiner Frieslandzeit gewohnt. Auch diese Stadt hat sich sehr verändert aber die alte Marktstraße (Einkaufstrasse) ist noch gleich. Wilhelmshaven war damals auch ein wenig beschaulicher. Nachdem das erledigt war, ging es weiter quer durch Ostfriesland bis nach Norddeich. Hier war dann eine nette Pause am Strand mit Wind, Sonne, nettem Essen und vielen Drachen am Himmel. Weiter ging es dann bis zum Tagesziel Nenndorf. Nach einem guten Essen sind wir dann zu einem Campingplatz gegangen, weil dort eine besondere Kneipe sein sollte. „Bi-Willi“ ! Super. Eine kleine Kneipe eine wenig abseits gelegen aber ich kann nur jedem raten, wenn ihr mal dort sein sollte, geht dort hin. Wir hatten sehr viel Spaß mit dem Wirt und den andern Gästen und haben gleichzeitig viel über Alkohol gelernt.
Tag 6
Von Nenndorf (Niedersachen) nach Neheim. Heute ging es immer in der Nähe der niederländischen Grenze Richtung Süden. In der Nähe von Coesfeld sind, wird dann Richtung Hamm (Westfalen) und dann ins Sauerland abgebogen. Das Sauerland bietet auch wirklich schöne Straßen für Motorradfahrer sowie nette Haltepunkte wie z.B. an der Möhnetalsperre.
Tag 7
Von Neheim nach Wissenbach mit längerem Stopp in Ewersbach. Viele tolle Straßen durch das Sauerland (sehr empfehlenswert) vorbei am Biggesee bis nach Ewersbach. Dort haben wir dann die „Stiftung Nationales Automuseum The Loh Collection“ angeschaut. Als wir da waren, lief gleichzeitig die Ausstellung „Ralley Legenden“ Für die Zusatzausstellung muss man dann aber noch gesondert bezahlen. Somit kostet das Kombiticket € 28. Es sind dort echt schöne Exponate zu sehen und für 2 Stunden kann man sich dort gut aufhalten.
Tag 8
Der letzte Tag waren dann noch einige nette Kurven und irgendwann sind wir dann auf die Autobahn abgebogen und gen Heimat gefahren.

















































